Dieses außergewöhnliche Paar reich verzierter Kerzenständer stammt aus der Zeit um 1880 und ist der sakralen Kunst des späten 19. Jahrhunderts zuzuordnen. Die Ausführung zeugt von hoher handwerklicher Qualität und einer starken religiösen Symbolik, wie sie für kirchliche oder private Andachtsräume dieser Epoche typisch war.
Jeder Kerzenständer ist als eigenständiges sakrales Objekt gestaltet:
Der eine zeigt eine fein modellierte Marienfigur, stehend auf einer Weltkugel, umgeben von einem filigranen Sternenkranz, ein klassisches Motiv der „Unbefleckten Empfängnis“. Die Darstellung wirkt ruhig, würdevoll und ausgewogen, mit sorgfältig ausgearbeiteten Gesichtszügen und Gewandfalten.
Der zweite Kerzenständer trägt ein detailliert gearbeitetes Kruzifix mit der Figur Christi, dessen Proportionen und Körpersprache eine ausdrucksstarke, leidvolle Darstellung vermitteln. Das Kreuz ist mit dekorativen Enden versehen, die den ornamentalen Charakter des Ensembles verstärken.
Die Sockel beider Kerzenständer sind aufwendig gestaltet und mit plastischen Voluten, Reliefdarstellungen und architektonischen Elementen versehen. Kleine eingelassene Bildfelder zeigen zusätzliche religiöse Motive, die den sakralen Kontext unterstreichen. Mehrarmige Kerzenhalter flankieren jeweils die zentrale Figur symmetrisch und verleihen den Stücken eine altarartige Präsenz.
Die Oberfläche ist vergoldet bzw. goldfarben gefasst, mit einer warmen Patina, die dem Alter entsprechend Tiefe und Charakter verleiht. Leichte Altersspuren sind vorhanden und unterstreichen die Authentizität sowie die historische Herkunft der Kerzenständer.
Ein eindrucksvolles Paar sakraler Kunstobjekte aus dem späten 19. Jahrhundert, ideal für Sammler religiöser Antiquitäten, als dekoratives Ensemble mit spiritueller Ausstrahlung oder als authentisches Ausstattungsstück für historische Interieurs.